ENTWURF FÜR DIE PRIVATSTATION EINER KLINIK

Weiterdenken statt Ersetzen - Sanfte Transformation einer (Ferien-)Wohnung aus den 1970er-Jahren in hassfurt

Dieses Projekt zeigt, wie viel Wirkung mit kleinem bis mittlerem Budget entstehen kann – wenn man den Bestand versteht und respektiert.
Das Haus aus den 1970er-Jahren wurde von der jüngeren Generation übernommen und sollte zu einer ansprechenden (Ferien-)Wohnung weiterentwickelt werden. Ziel war keine radikale Veränderung, sondern eine zeitgemäße Neuinterpretation mit Feingefühl.

Ein zentrales Prinzip der Planung war es, so viel wie möglich vom Bestehenden zu erhalten. Decken, Böden und vorhandene Möbel blieben weitgehend bestehen und wurden gezielt aufgewertet. Genau daraus entstand der neue Charakter der Räume: vertraut und zugleich deutlich verändert.

Küche – Erinnerungen bewahren, neu ordnen

Die Küche nimmt in diesem Projekt eine besondere Rolle ein. Sie wurde nicht zum ersten Mal geplant – bereits Jahre zuvor diente sie als Studienprojekt und wurde damals nahezu exakt nach diesen Plänen umgesetzt.
Bei der aktuellen Renovierung stand deshalb der bewusste Umgang mit dem Bestand im Vordergrund. Bestehende Elemente wie die Tischplatte wurden wiederverwendet und neu interpretiert. Die ehemals sehr dunkle Holzdecke erhielt durch einen hellgrauen Anstrich neue Leichtigkeit. Neue Tapeten und Vorhänge ergänzen das Bild und verleihen dem Raum ein modernes, aber zurückhaltendes Upgrade.

Ein zentraler Baustein war die Lichtplanung. Drei klar definierte Lichtszenarien strukturieren den Raum:

  • Licht zum Sehen: dimmbare Pendelleuchten mit direkt-/indirektem Lichtanteil und anpassbarer Lichttemperatur

  • Licht zum Hinsehen: funktionales Arbeitslicht über der Arbeitsplatte

  • Licht zum Ansehen: warmes Ambientelicht für den Abend

So passt sich die Küche unterschiedlichen Nutzungen an – funktional und atmosphärisch zugleich.

Schlafzimmer – Ruhe mit Haltung

Auch im Schlafzimmer wurde der Bestand als Grundlage genutzt. Schränke, Boden und Decke blieben erhalten und erhielten durch neue Farbigkeit in zarten Grau- und Blautönen eine ruhige, zeitgemäße Wirkung. Bett, Nachtschränke, Beleuchtung und Wände wurden neu geplant.

Ein bewusst gesetztes Highlight bildet die Mustertapete hinter dem Kopfteil, die dem Raum Tiefe verleiht, ohne seine Ruhe zu stören. Die Lichtlösung reagiert auf die baulichen Gegebenheiten des Altbaus: Mit einem Deckenbaldachin wurde das Licht gezielt dorthin geführt, wo es gebraucht wird – zu Schränken, Verkehrsflächen und Nachttischen. Die mundgeblasenen Leuchten sind dimmbar und sorgen auch am Abend für eine warme, entspannte Atmosphäre.

Ein sehr persönliches Detail rundet das Konzept ab: Einzelne Erinnerungsstücke der verstorbenen Großmutter fanden bewusst ihren Platz und fügen sich selbstverständlich in das neue Gesamtbild ein.

Entstanden ist eine Wohnung, die zeigt, wie Bestand, Erinnerung und zeitgemäße Gestaltung miteinander verbunden werden können – ohne Überformung, aber mit klarer Haltung.

Du möchtest ein bestehendes Zuhause oder eine Ferienwohnung behutsam weiterentwickeln, statt alles neu zu machen?
Wir begleiten dich gern dabei, Räume neu zu ordnen, ihre Geschichte zu respektieren und ihnen eine zeitgemäße Zukunft zu geben.

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